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Markedsrapport

Update zum spanischen Immobilienmarkt: August 2026

Spaniens Immobilienmarkt 2026: Neubau- und Bestandsverkäufe sinken, während Bestandspreise um 16-17 % steigen. Angebotsgetriebenes Wachstum, keine Nachfrage.

Markedsrapport4 min read4. august 2026

Schnelle Antwort

Spaniens Wohnimmobilienmarkt ist 2026 von angebotsgetriebenem Preiswachstum geprägt, nicht von nachfragegetriebenem Transaktionswachstum. Beide Segmente verlieren an Volumen – Bestandsverkäufe minus 3 bis 4 Prozent, Neubauverkäufe minus 4 bis 6 Prozent –, während die Bestandspreise mit plus 16 bis 17 Prozent im Jahresvergleich Rekordwerte erreichen. Ursache ist die strukturelle Angebotsknappheit: In Spanien entstehen rund 10 neue Haushalte auf 6 gebaute Wohnungen.

Marktkorrektur oder natürliche Neuausrichtung?

Der spanische Immobilienmarkt erlebt im Spätsommer 2026 eine deutliche Verschiebung. Nach Jahren der Beschleunigung nach der Pandemie deuten die Augustdaten auf einen Markt hin, der sich neu justiert, statt einzubrechen.

Nach den jüngsten Daten des Nationalen Statistikinstituts (INE) und notarieller Quellen gingen die gesamten Wohnimmobilientransaktionen im August im Jahresvergleich um etwa 1,3 bis 3,4 Prozent zurück. Dieser Rückgang des Volumens ist jedoch in erster Linie auf einen akuten Mangel an verfügbarem Angebot zurückzuführen und nicht auf fehlendes Käuferinteresse.

Preise trotzen dem Transaktionsrückgang

Obwohl weniger Immobilien den Besitzer wechseln, setzen die Immobilienwerte ihren unaufhaltsamen Aufwärtstrend fort. Tatsächlich erreichten die Preise für Bestandsimmobilien den höchsten Stand seit über zwei Jahrzehnten und stiegen bis Juli 2026 um 16 bis 17 Prozent im Jahresvergleich.

Dieses Paradox – sinkende Verkäufe bei steigenden Preisen – bestätigt einen Markt, der von Angebotsengpässen geprägt ist.

Wachstum des Durchschnittspreises

Der durchschnittliche Angebotspreis für Bestandsimmobilien erreichte 3.154 € pro Quadratmeter, während die amtlichen Registerdaten den durchschnittlichen Transaktionspreis bei rund 1.815 € pro Quadratmeter ansetzen. Die Lücke zwischen beiden Werten spiegelt Verkäufererwartungen wider, die den tatsächlich abgeschlossenen Verkäufen vorauseilen.

Allzeithochs in den Prime-Märkten

Wichtige Provinzen erreichten bei Bestandsimmobilien Allzeithochs, darunter die Balearen (über 5.000 €/m²), Madrid und Alicante.

Der Faktor ausländische Investitionen

Das Luxus- und Küstensegment bleibt weitgehend von binnenwirtschaftlichem Druck abgeschirmt. Auf ausländische Käufer entfallen inzwischen rund 20 Prozent des spanischen Immobilienmarkts – doppelt so viel wie 2006.

In erstklassigen Küstenlagen wie der Costa del Sol und der Costa Blanca treiben ausländische Investoren (vor allem aus Skandinavien, den USA, Deutschland und den Niederlanden) das Hochpreissegment an. Entscheidend ist, dass diese internationalen Käufer nicht in denselben Preisklassen mit inländischen Käufern konkurrieren. So entsteht faktisch ein Markt der zwei Geschwindigkeiten, in dem Luxusobjekte schnell den Besitzer wechseln, während lokale Objekte im mittleren Segment liegen bleiben.

Neubau gegenüber Bestand

Der spanische Wohnimmobilienmarkt zeigt ein differenzierteres Bild als eine einfache Divergenz – 2026 stehen beide Segmente unter Druck:

Bestandsimmobilien

Bestandsimmobilien dominieren den Markt weiterhin mit rund 91 Prozent aller Transaktionen und haben trotz rückläufiger Volumina deutlich an Wert gewonnen.

  • Transaktionsvolumen: Die Bestandsverkäufe fielen von Anfang bis Mitte 2026 um etwa 3 bis 4 Prozent – Teil einer breiteren Marktabkühlung, die beide Segmente betrifft.
  • Preiswachstum: Die Bestandspreise erreichten Rekordwerte und stiegen bis Juli 2026 um 16 bis 17 Prozent im Jahresvergleich, mit einem durchschnittlichen Angebotspreis von 3.154 €/m² gegenüber rund 1.815 €/m² in den amtlichen Registerdaten.

Neubauten

Entgegen Behauptungen über ein starkes Wachstum sind auch die Neubauverkäufe 2026 zurückgegangen:

  • Transaktionsvolumen: Die Neubauverkäufe fielen im ersten Halbjahr 2026 um etwa 4 bis 6 Prozent im Jahresvergleich und folgten damit dem allgemeinen Marktabschwung, statt sich ihm zu widersetzen.
  • Preisaufschlag: Neubauten erzielen tatsächlich einen deutlichen Aufschlag – im nationalen Durchschnitt 2.712 €/m² und damit rund 49 Prozent über dem Bestandsdurchschnitt von 1.815 €/m² laut Register –, wobei dies je nach Region und Qualität des Projekts erheblich schwankt.
  • Marktanteil: Neubauten machen nur 8 bis 9 Prozent aller Transaktionen aus, gegenüber 40 Prozent während des Booms von 2006 – ein Ausdruck struktureller Angebotsengpässe und nicht schwacher Nachfrage.

Hypothekenmarkt

Die Hypothekendaten erfordern eine sorgfältige Einordnung:

  • Aktuelle Entwicklung: Die Hypothekenbewilligungen zeigten im Mai 2026 erste Rückgangssignale – minus 0,1 Prozent auf 42.213 Darlehen – und beendeten damit 22 Monate ununterbrochenen Wachstums.
  • Einordnung der Augustzahlen: Die häufig zitierte Wachstumszahl von +7,5 Prozent stammt aus August 2025, nicht 2026. Bis Mitte 2026 zeigte der Markt erste Anspannungssignale durch erhöhte Euribor-Sätze von 2,85 Prozent im Juli 2026.
  • Darlehenssummen: Die durchschnittlichen Hypothekenbeträge stiegen im Jahresvergleich um 9 bis 11 Prozent auf 174.000 bis 175.000 € – hauptsächlich getrieben von steigenden Immobilienpreisen und nicht von höherer Kreditkapazität.

Das Wichtigste in Kürze

Der spanische Markt ist 2026 von angebotsgetriebenem Preiswachstum geprägt, nicht von nachfragegetriebenem Transaktionswachstum. Sowohl Neubau als auch Bestand verzeichnen Rückgänge beim Volumen, während die Preise aufgrund struktureller Angebotsknappheit weiter steigen – in Spanien entstehen 10 neue Haushalte auf 6 gebaute Wohnungen – und die Nachfrage von in- wie ausländischen Käufern anhält.

Was das für Käufer und Verkäufer bedeutet

Für Verkäufer in Toplagen wie Altea und der Provinz Alicante insgesamt bleibt es ein Verkäufermarkt. Hochwertig positionierte, bezugsfertige Objekte erzielen Spitzenpreise.

Für Käufer, insbesondere internationale Investoren, dürfte das Warten auf sinkende Preise eine verlorene Strategie sein. Der strukturelle Angebotsmangel, gerade bei hochwertigen Küstenimmobilien, deutet darauf hin, dass die Werte stabil bleiben.

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